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Projekte

 

Institut für Forst- und Naturforschung Wageningen

Der grüne Kamm

In einem beschränkten Wettbewerb die verschiedenen Einrichtungen des Institutes für Forst- und Naturforschung zusammenzuführen, setzte sich Behnisch, Behnisch & Partner gegen zwei andere Architekturbüros durch. Entstanden ist eine einfache, aber offene Baustruktur, die nicht nur eine enge Verbindung zwischen Natur und Architektur erreicht, sondern deren gesamter Lebenszyklus durch eine Energie- und Ökobilanz im Vorhinein berücksichtigt wurde.

Projektdaten

Baujahr

1998

Kosten

43,5 Mio DM

 

 

Größe

 

Bruttogeschossfläche
(ohne Atrien):


11.250 m²


Umbauter Raum
(incl. Atrien):



70.200 m³

Institut Forst-Naturforschung - Lageplan
Lageplan

Für den Neubau war ein landwirtschaftliche genutztes Gelände am Nordrand von Wageningen vorgesehen.

Architektur

Dort ist eine einfache, aber offene und anpassungsfähige Baustruktur entstanden: ein Kamm mit dem Laborriegel im Norden als Rückgrat und drei Büroriegeln mit dazwischenliegenden verglasten Innengärten. Weitere Bereiche wie Bibliothek, Konferenzräume und Kantine liegen frei an der südlichen Stirnseite.

Die Höhe des Gebäudes wurde auf drei Stockwerke begrenzt, um die interne Kommunikation und Blickkontakte zu fördern. Die an den Höfen liegenden Bereiche werden über vorgehängte Balkone und Stege erschlossen. Man gelangt durch den luftigen grünen Garten an den Arbeitsplatz. Mittelflure, wegen der Arbeitsstättenbestimmungen (Temperaturen im Winter) notwendig, wurden auf das absolut zulässige Mindestmaß begrenzt.

Institut Forst-Naturforschung Fensterdetail
Fensterdetail der Innenfassade

Im Inneren der Glashäuser einfach konstruierte Glasfassaden, da sie weder dem Regen noch dem Wind ausgesetzt sind. Differenzierung zwischen den bewitterten Außenfassaden und den „geschützten“ inneren Fassaden.

Innenausbau

Institut Forst-Naturforschung
Innenausbau des Instituts

Abgehängte Decken nur in Teilbereichen (Akustik und Brandschutzaspekte), da der Rohbau als thermische Masse funktioniert.
Verwendung von einfachen Materialien und von Halbzeugen als Großserienprodukte.

Ökologisches Konzept

Institut Forst-Naturforschung
Blick in eines der Glashäuser

Die Glashäuser (Innengärten) sind Wärmepuffer und zentrales Element des Klimakonzeptes. Die Pflanzen verbessern das Mikroklima und sind Schattenspender.
Hier sind Pausenbereiche und Besprechungsplätze eingerichtet.

Ansonsten sind es gerade die nicht bis ins Letzte vordefinierten Räume, die das Gebäude für die Menschen dort ganz besonders interessant machen.
Mit Ausnahme von Küche und Bibliothek sind keine lufttechnischen Einrichtungen oder gar eine Klimatisierung vorhanden. Dies wird erreicht durch ein sorgfältig erarbeitetes natürliches Klimakonzept: Gewächshäuser als Klimapuffer, Innenbegrünung und Wasserflächen, Aktivierung innerer Speichermassen zur Nachtauskühlung.

Von staatlich beauftragten Gutachtern wurde eine Energie- und Ökobilanz über die gesamte Lebensdauer des Gebäudes erstellt. Danach ergab sich, dass die Werte dieses Projektes im Vergleich zu ähnlich geprüften Gebäuden in den Niederlanden mit Abstand die günstigsten sind.

Projektbeteiligte
Planer

Architekten

Behnisch, Behnisch & Partner, Stuttgart

Planung Innengärten

Copijn, NL-Utrecht

Tragwerksplanung

Aronsohn V.O.F., NL-Amsterdam

Klimakonzept und Bauphysik

Fraunhofer-Institut für Bauphysik, Stuttgart

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