Pflanzen brauchen Licht – eine banale Aussage. Und doch wird dieses Grundbedürfnis der Pflanze oft nicht genügend beachtet.
Vor allem hochwärmedämmende Verglasungen (mit kleinem U-Wert: 0,4 bis 0,7 W/m²K) haben häufig einen geringen Energiedurchlass (g-Wert). Mit genügend großen Glasflächen kann dies zwar in gewissen Grenzen kompensiert werden, zu bevorzugen sind jedoch Gläser, die bei gutem U-Wert noch einen relativ großen g-Wert aufweisen.
Pflanzen brauchen Licht – eine banale Aussage. Und doch wird dieses Grundbedürfnis der Pflanze oft nicht genügend beachtet.
Vor allem hochwärmedämmende Verglasungen (mit kleinem U-Wert: 0,4 bis 0,7 W/m²K) haben häufig einen geringen Energiedurchlass (g-Wert). Mit genügend großen Glasflächen kann dies zwar in gewissen Grenzen kompensiert werden, zu bevorzugen sind jedoch Gläser, die bei gutem U-Wert noch einen relativ großen g-Wert aufweisen.
Glashausbepflanzungen mit Pflanzen der gemäßigten Zonen und in nicht temperierten Glashäusern funktionieren nicht. Die Pflanzen würden im Winter bei Sonnenschein und Wärme in ihrer notwendigen Winterruhephase gestört werden und austreiben. Bei anschließenden Kältetagen könnten die Pflanzen Schaden nehmen und anfälliger werden gegen Schadorganismen jeglicher Art.
Für im Sinne der Klimatisierung leistungsfähige Innenraumbegrünungen sind subtropische und tropische Pflanzengesellschaften geeignet. Subtropische Pflanzen benötigen winterliche Minimaltemperaturen von 5°C, tropische Pflanzen von 15°C. Die Beheizung muß flink reagieren können, um auch bei starken Kälteeinbrüchen die Minimalwerte in allen Bereichen aufrechterhalten zu können. Auch bei Solareinträgen muß eine Heizung rasch reagieren, damit nicht unnötig Energie verbraucht wird. Bewährt haben sich vor allem Konvektor- und Luftheizungssysteme.
Eine natürliche Lüftung durch richtig dimensionierte Zu- und Abluftklappen vermeidet eine Überhitzung im Sommer. Mindestens 15 - 20% der Glasfläche sollten öffenbar sein. Ein 5- bis 15-facher Luftwechsel pro Stunde sollte erreicht werden.
Von besonderer Bedeutung ist die Steuerung und Abfolgeregelung der Lüftungsklappen. Die Steuerung muß es ermöglichen, unterschiedliche Rangfolgen programmieren zu können.
Hier ist in jedem Fall eine Feinjustierung im ersten Jahr nach Fertigstellung vorzunehmen. Im Winter kann sich auch bei niedriger Außentemperatur das Glashaus durch Sonnenschein stark erwärmen, sodass ein Ablüften der Überschusswärme erforderlich wird. Ein gleichzeitiges Öffnen von Zu- und Abluftklappen würde in diesem Fall jedoch zu starken Zugerscheinungen und zu einem zu raschen Abfallen der Raumtemperatur führen. Lediglich die Abluftklappen sollten dann etwas öffnen, um die Warmluft ausströmen zu lassen. Die in geringen Mengen nachströmende Frischluft reicht aus, um eine sanfte Temperaturabsenkung zu erreichen.
Ein gezielter Luftwechsel ist auch zur Entfeuchtung der Luft notwendig. Vor allem bei tiefen Außentemperaturen und hohen Raumtemperaturen im Glashaus durch Sonnenschein nimmt die Luft Feuchtigkeit auf. Beim Absinken der Temperatur in den Abendstunden erhöht sich die relative Luftfeuchtigkeit und es kann zu Kondensatbildung kommen. Die Steuerung muß auch diese Konstellation berücksichtigen und für eine zugfreie kurzfristige Abführung der feuchten Luft sorgen.
Die Versorgung der Pflanzen mit ausreichend natürlichem Tageslicht ist ein wesentlicher Faktor für ein gesundes Wachstum und für eine optimale Leistungsfähigkeit. Der Jahreszeitenwechsel und das entsprechend veränderte Lichtangebot sind wichtig für den pflanzlichen Vegetationsrhythmus. Im Winter reduzieren die Pflanzen ihre Stoffwechseltätigkeit und werfen teilweise ihre Blätter ab.
Mit künstlicher Beleuchtung kann mangelnde Tageslichtversorgung nicht kompensiert werden!
Pflanzen können sowohl im Erdreich, als auch in Gefäßen oder Pflanzwannen gesetzt werden.
Ein Erdsubstrat in einer Schichthöhe ab 50 cm hat sich für eine dauerhafte Bepflanzung bewährt. Es muss humusreich, dauerhaft gut durchlässig und strukturstabil sein. Durch eine chemische Bodenuntersuchung wird der Nährstoffgehalt ermittelt. Der Düngerbedarf kann exakt bestimmt werden. Nicht maximales Wachstum sondern die Erhaltung der optimalen Leistungsfähigkeit der Pflanze ist das Ziel.
Jedes Beet oder Pflanzgefäß ist mit einer Entwässerung zu versehen. Eine flächige Drainageschicht, z. B. aus Blähton, in einer Schichtdicke von ca. 10cm, sorgt für einen sicheren Wasserabzug, verhindert Staunässe und leitet das Wasser zu einem Abfluss. Nur bei ausreichendem Versickerungsvermögen des Untergrunds bei Pflanzbeeten mit Erdkontakt kann auf den Anschluss an die Hauskanalisation verzichtet werden.