Dämmstoffe werden zum Wärme-/Kälte- oder Schallschutz eingesetzt. Durch die Verknappung der fossilen Brennstoffe und ein gesteigertes Umweltbewußtsein gewinnen speziell die Wärmedämmstoffe im Bauwesen eine immer größere Bedeutung. Mit der Einführung der Energieeinsparverordnung (EnEV) sind dabei kaum noch Lösungen möglich, bei denen auf eine Wärmedämmung der Außenhülle von Gebäuden verzichtet werden kann.
Die Wirksamkeit eines Dämmstoffes hängt dabei in erster Linie von Zahl, Größe, Form und Anordnung seiner Luftporen ab.
Im Folgenden finden Sie einen Vergleich der verschiedenen Produkte.
Für die Wärmedämmeigenschaft eines Baustoffes ist die Wärmeleitfähigkeit entscheidend. Sie wird in W/mK angegeben und mit dem griechischen Buchstaben "Klein-Lambda" bezeichnet. Je kleiner dieser Wert, desto geringer ist die Wärmeleitung des Baustoffs und somit umso besser die Wärmedämmung.
Nach DIN 4108-2 gilt eine Schicht als Wärmedämmschicht, wenn ihre Wärmeleitfähigkeit kleiner als 0,1 W/mK ist.
Bei einem Einsatz von Dämmstoffen zwischen Bereichen mit trockener Luft bzw. feuchter Luft ist die Dampfdiffusionszahl zu beachten. Ist sie niedrig, muss zum feuchteren Bereich eine dampfregulierende Schicht vorgeschaltet werden.
Für den Schallschutz ist die dynamische Steifigkeit s des Dämmstoffes entscheidend. Sie bezeichnet das Federungsvermögen einer Dämmschicht und wird in MN/m³ angegeben.
Dämmstoffe, die für die Trittschalldämmung geeignet sind, sollten genügend Federungsvermögen aufweisen (also eine möglichst geringe dynamische Steifigkeit), da dies einer der Parameter ist, der die Schalldämmung von Deckenaufbauten bestimmt.
Im Bereich des Luftschallschutzes sollte die mögliche Minderung des Schallschutzes durch Resonanz berücksichtigt werden. Bei Massivbauteilen auf die eine verputzte Dämmschicht aufgebracht werden soll, muß daher die dynamische Steifigkeit der Dämmschicht bekannt sein, um Resonanzen weitgehend auszuschließen.
Grundsätzlich lassen sich die Dämmstoffe in zwei Gruppen einteilen, in organische und anorganische Dämmstoffe.
Organische Dämmstoffe bestehen aus Kohlenstoffverbindungen, die sowohl in pflanzlichen, nachwachsenden Stoffen (z.B. Holz, Kork, Zellulose) vorkommen, als auch in Stoffen, die aus Mineralöl gewonnen werden (z.B. Polystyrol, Polyurethan).
Anorganische Dämmstoffe bestehen aus mineralischen Stoffen (z.B. Steinwolle, Schaumglas, Perlite).
In der folgenden Darstellung der Dämmstoffe wird die Gliederung in Nachwachsende Dämmstoffe und Künstliche Dämmstoffe gewählt.
Bei der Auswahl von Dämmstoffen spielen zahlreiche Kriterien eine Rolle.
Die subjektiven Einflüsse bei einer Bewertung sind sehr hoch, da die Kriterien sehr unterschiedlich gewichtet werden können.
Die wichtigsten Kriterien sind in der Regel Wärmeschutz und Wirtschaftlichkeit. Jedoch sollten die ökologischen Eigenschaften, vor allem Ozonabbaupotential und Schadstoffe bei Verarbeitung und Nutzung ebenfalls Beachtung finden.
Eine fundierte Entscheidungshilfe finden Sie in der Broschüre:
„Dämmstoffe im Hochbau – Informationen für Bauherren, Architekten und Ingenieure“
Herausgeber:
Wirtschaftsministerium Baden Württemberg, Theodor-Heuss-Straße 4,
70174 Stuttgart
Nachwachsende Dämmstoffe | Künstliche Dämmstoffe |
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Zellulose- und Holzdämmstoffe | Geschäumte organische Dämmstoffe |
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Pflanzliche und tierische Dämmstoffe | Anorganische Dämmstoffe |
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Künstliche Mineralfasern | |
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Die Angaben beruhen zum Teil auf Informationen der Schrift „Dämmstoffe im Hochbau – Informationen für Bauherren, Architekten und Ingenieure“ Herausgeber: Wirtschaftsministerium Baden W ürttemberg.