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Energie+Technik, Regenerative Energien

 

BAFA fördert nun auch Sonnenkollektoren über 40 m² auf Ein- und Zweifamilienhäusern

Änderung im Marktanreizprogramm für Solarkollektoren

Das Bundesumweltministerium (BMU) hat die Förderbedingungen des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) dahingehend präzisiert, dass nun wieder Solarwärmeanlagen mit mehr als 40 m² Kollektorfläche gefördert werden. Der Zuschuss ist allerdings auf die ersten 40 m² begrenzt. Dies teilte Cornelia Viertl, Referentin für Solarenergie und Geothermie im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, dem Sonnenhaus-Institut mit. Die geänderte Förderung ist bereits gültig. Auch Hausbesitzer, die in diesem Jahr bereits gebaut und noch keinen Antrag gestellt haben, können den Zuschuss nachträglich beantragen.

In dem im Januar novellierten Marktanreizprogramm (MAP) waren Solarwärmeanlagen mit über 40 m² Kollektorfläche nicht förderfähig. Deshalb wurde im Mai das Programm "Erneuerbare Energien" der KfW für Anlagen größer als 40 m² Kollektorfläche neu aufgelegt. Dies gilt jedoch nur für Gebäude ab drei Wohneinheiten. Die KfW fördert damit große thermische Anlagen mit bis zu 30% Investitionszuschüssen und zinsgünstigen Krediten.

"Wir wurden recht schnell von den Herstellern von Sonnen- und Solarhäusern und anderen Interessensvertretern wie dem Sonnenhaus-Institut auf die Lücke beim Ein- und Zweifamilienhaus aufmerksam gemacht", sagt Viertl. Das BMU habe diese Häuser nicht ausgrenzen wollen. "Im Gegenteil, wir wollen das neue Marktsegment großer Solaranlagen mit einer verbesserten Förderung ja gerade erschließen."

Um auf den unglücklichen Umstand aufmerksam zu machen, hatte das Sonnenhaus-Institut die BMU-Referentin zu einem mehrstündigen Informationsgespräch nach Niederbayern eingeladen. Gemeinsam mit dem Sonnenhaus-Architekten und 1. Vorsitzenden Georg Dasch, Helmut Jäger, Geschäftsführer von Solvis und Vorstandsmitglied des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW), sowie dem Solarfachmann Wolfgang Hilz besuchte Viertl am 1. Juni das Sonnenhaus Diergardt in Straubing.

Das Einfamilienhaus wird mit 60 m² Sonnenkollektoren zu 70% solar beheizt. Aus dem Kreise des Sonnenhaus-Instituts heraus wurden um die 100 Häuser realisiert, die zu mindestens der Hälfte solar beheizt werden. Mit dem Energetikplushaus ist auch das sächsische Unternehmen Solifer seit 2005 auf dem Gebiet aktiv. Auch Geschäftsführer Timo Leukefeld hat durch Gespräche und Informationen zu der Änderung in der Bafa-Förderung beigetragen, berichtet Cornelia Viertl.

 

 Sonnenhaus-Institut e.V.

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